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Wikingergräberfeld von Kopparsvik

3.5 (2)

Entdecke Gotlands größtes Wikingergräberfeld: Bauchbestattungen, gefeilte Zähne und Handelsspuren aus der Christianisierungszeit südlich von Visby.

Das Wikingergräberfeld von Kopparsvik südlich der Visbyer Altstadt ist das größte seiner Art auf Gotland mit über 330 Bestattungen aus dem 9.-11. Jahrhundert. Es offenbart einzigartige Rituale wie Bauchbestattungen und gefeilte Zähne, die auf Übergang zur Christianisierung und proto-urbane Handelsgemeinschaften hindeuten. Grabbeigaben umfassen arabische Münzen, Fibeln und Werkzeuge, die Fernkontakte bezeugen.

A brief summary to Wikingergräberfeld von Kopparsvik

  • Kopparsviksgatan 2, Visby, 621 58, SE
  • Click to display
  • Free
  • Environment icon Outdoor
  • Mobile reception: 5 out of 5

Local tips

  • Beachte die unsichtbaren Überreste – orientiere dich an Informationstafeln für die genaue Lage der Gräber.
  • Bester Besuch im Sommer bei gutem Wetter, da das Gelände offen und windig ist.
  • Kombiniere mit einem Spaziergang zur Visbyer Stadtmauer für Kontext zur Wikinger- und Mittelaltergeschichte.
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Getting There

  • Bus

    Buslinie 1 oder 10 vom Visbyer Zentrum (Donnerplats) benötigt 10-15 Minuten bis zur Haltestelle nahe Kopparsviksgatan; Frequenz stündlich tagsüber, Ticket 30-40 SEK.

  • Walking

    Zu Fuß von der Visbyer Stadtmauer (Südtor) entlang der Küstenpromenade, 20-25 Minuten auf flachem, gepflastertem Weg, windig aber barrierefrei.

  • Taxi

    Taxi von Visbyer Hauptbahnhof dauert 5-8 Minuten, Kosten 100-150 SEK, rund um die Uhr verfügbar, Parken am Ziel eingeschränkt durch Industriegebiet.

  • Cycling

    Fahrradwege von Visby Altstadt südlich entlang der Küste, 10-15 Minuten, flaches Gelände mit Radwegen, Leihräder in Visby verfügbar für 100-200 SEK/Tag.

For the on-the-go comforts that matter to you

  • Information Boards
  • Trash Bins
  • Seating Areas

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Größtes Wikingergräberfeld Gotlands

Das Gräberfeld von Kopparsvik, gelegen an der Westküste Gotlands wenige hundert Meter südlich der mittelalterlichen Stadtmauer von Visby, zählt mit über 330 ausgegrabenen und ursprünglich etwa 400-450 Gräbern zu den umfangreichsten wikingerzeitlichen Bestattungsplätzen der Insel. Die Nutzung erstreckte sich über maximal 200 Jahre, beginnend um den Übergang vom 9. zum 10. Jahrhundert, mit einem Höhepunkt in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts.Die Ausgrabungen in den 1960er Jahren deckten zwei überlappende Bereiche auf: den nördlichen, dominiert von Männergräbern, und den südlichen mit Bestattungen beider Geschlechter, jedoch wenigen Kindern. Dieses Layout deutet auf eine heterogene Gesellschaft hin, möglicherweise verbunden mit Händlern und Kriegern in einer aufstrebenden Siedlung am Hafen von Almedalen.

Einzigartige Bestattungsrituale

Kopparsvik hebt sich durch außergewöhnliche Praktiken ab. Etwa 38-50 Gräber, vorwiegend im Nordbereich, zeigen Bauchbestattungen – eine Haltung, die als Zeichen christlicher Demut interpretiert wird, möglicherweise für Katechumenen oder als Geste der Buße. Diese Praxis, bekannt seit der Steinzeit, ist hier in solcher Häufigkeit einzigartig und könnte auf frühe Christianisierungseinflüsse hinweisen.Zusätzlich weisen 46 Männergefäße gefeilte Zähne auf, eine modifizierte Eigenschaft mit Linien auf den Vorderzähnen, die auf soziale oder rituelle Identitätsmarker hindeuten. Der gute Zahnerhaltungszustand und die Konzentration im Nordteil verstärken das Rätsel um diese Gruppe.

Vielfältige Grabbeigaben

Die meisten Gräber sind Körperbestattungen in steinbedeckten Erdgräbern, orientiert in Südwest-Nordost-Richtung; nur wenige zeigen christliche Ost-West-Ausrichtung. Beigaben umfassen Trachtelemente wie Tierkopffibeln, Glas- und Mosaikperlen, Kämme, Schlüssel und Wetzsteine. Arabische Silbermünzen aus 894-936 n. Chr. in mehreren Gräbern belegen Fernhandel.Waffen sind rar – vier Saxe, drei Äxte, zwei Speerspitzen –, stattdessen fanden sich berufsbezogene Gegenstände wie Waagen und Gewichte, was auf Händler hinweist. Ein bemerkenswerter Fund ist ein Kleinwüchsiger (ca. 127 cm), der 50-60 Jahre alt wurde und sorgfältig bestattet war.

Spiegel proto-urbaner Gesellschaft

Im Gegensatz zu ländlichen Hofgräberfeldern zeigt Kopparsvik Merkmale einer proto-urbanen Siedlung: hohe Bestattungsdichte, externe Einflüsse und Wandel im männlichen Selbstverständnis vom bewaffneten Krieger zu neuen Identitäten. Christliche Elemente wie ein Kreuzanhänger und Erwähnungen in der Gutasaga deuten auf eine frühe Kirche und Gemeinde.Das Feld bietet Einblicke in kulturelle Konfrontationen, Christianisierung und Gotlands Rolle als Handelszentrum, vergleichbar mit Hedeby oder Birka. Trotz unvollständiger Publikation der Ausgrabungen bleibt es ein Schlüssel für die Erforschung früher Visby-Geschichte.

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